Der Alltag einer
Freiwilligen Feuerwehr
Der
Alarmgong ertönt und eine Durchsage hallt durch das Feuerwehrhaus.
Daraufhin springen die Feuerwehrleute auf, rutschen an einer Stange
hinunter, ziehen sich um und besteigen die Wagen. Nicht wenige Menschen mögen
jetzt dieses Bild von der Feuerwehr im Kopf haben. Doch in den meisten Fällen
ist es keineswegs zutreffend.
Erst
in Städten mit mindestens 100.000 Einwohnern oder einem besonderen
Gefahrenpotential wird eine Berufsfeuerwehr ins Leben gerufen. In
Deutschland wird daher der Großteil an Arbeit von Freiwilligen
Feuerwehren verrichtet. Und so sorgen auch in Frankenberg ausschließlich
freiwillige Helfer für das Wohlergehen ihrer Mitbürger.
Wählt
man nun den Notruf 112, landet man bei der zentralen Leitstelle des
Landkreises Waldeck-Frankenberg. Von dort aus wird dann die entsprechende
örtliche Feuerwehr alarmiert. Dies geschieht über so genannte
Funkmeldeempfänger. Jedes Mitglied der Feuerwehr trägt dieses Gerät ständig
bei sich. Wird es über Funk ausgelöst, gibt es ein Alarmsignal von sich,
zusätzlich folgt eine Funkdurchsage. Die Zeiten der lauten Sirenenalarme
sind aus Rücksicht auf die anderen Bürger längst Vergangenheit.
Nun
begeben sich die Kräfte so schnell wie möglich zum Gerätehaus. Dabei dürfen
sie, je nach Art des Notfalls, bestimmte Bestimmungen der StVO überschreiten.
Dies geschieht jedoch nur in einem Maße, dass unter keinen Umständen
jemand zu Schaden kommt. Am Gerätehaus angekommen, wird sich per Funk über
den Einsatz informiert, ausgerüstet und dann ausgerückt.
Freiwillige
Feuerwehren haben einen ebenso hohen Ausbildungsstand wie
Berufsfeuerwehren. Wöchentlich finden Ausbildungsveranstaltungen statt,
bei denen praktisches und theoretisches Wissen vermittelt wird. Zusätzlich
finden auf Kreis- und Landesebene unzählige Lehrgänge statt. Denn ohne
ständige Übung und einem immerwährenden Dazulernen wäre heute schon
keine Feuerwehr mehr den Gefahren gewappnet, die sie im Feuerwehralltag
antrifft.
Man
kann sich bei diesem Arbeitsaufwand kaum vorstellen, dass dies von
freiwilligen Helfern ehrenamtlich und ohne jegliche Bezahlung geleistet
wird. Doch seit vielen Jahren finden sich in Frankenberg immer wieder
Frauen und Männer, die ihre Freizeit opfern und sogar ihr Leben riskieren
für andere.
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