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Fonduefett löst Wohnhausbrand aus
Rennertehausen. In Flammen geratenes Fonduefett hat an Heiligabend einen
Dachstuhlbrand ausgelöst. Ein Mann wurde verletzt.
Der 49 Jahre alte Mieter
einer Dachgeschosswohnung im der Straße Hinter den Gärten und seine
beiden 15 und 18 Jahre alten Söhne wollten laut Polizei am Abend im
Wohnzimmer Fondue essen. Dazu erhitzten sie zuvor das Fett in einem Topf
auf dem Küchenherd. Für etwa zwei Minuten verließen Vater und Söhne
gegen 19 Uhr die Küche. Als der 49-Jährige zum Herd zurückging, sah er
bereits Flammen aus dem Topf schlagen.
Der
Mann versuchte noch, mit einer Decke das Feuer zu ersticken. Dabei zog
er sich Brandverletzungen an einer Hand zu. Die Flammen ergriffen die
Dunstabzugshaube, außerdem spritzte heißes Fett im Raum umher und löste
an weiteren Stellen Feuer aus. Einer der Söhne setzte den Notruf ab, die
drei Männer retteten sich aus der brennenden Wohnung. Das Dachgeschoss
brannte völlig aus. Die übrigen Bewohner des Dreifamilienhauses
flüchteten ebenfalls ins Freie.
Haus unbewohnbar, bis zu 150.000 Euro
Schaden
Mindestens 50 Einsatzkräfte aus mehreren Allendorfer Ortsteilen kämpften
gegen die Flammen an. Verstärkung mit Drehleitern rückte aus Frankenberg
und Korbach an. Die Einsatzleitung hatte Gemeindebrandinspektor Robert
Stutzmann, der stellvertretende Kreisbrandinspektor Horst Benner-Hensel
und die Besatzung des in Laisa stationierten Rettungswagens waren
ebenfalls an der Einsatzstelle. Noch am späten Abend sollte das Dach von
den Körben der Drehleitern aus abgedeckt werden, damit der dahinter
lodernde Brand vollständig abgelöscht werden kann. Das Haus sei
unbewohnbar, teilte der Dienstgruppenleiter der Frankenberger
Polizeistation am Abend auf Anfrage mit. Die Beamten schätzten den
Schaden auf 120.000 bis 150.000 Euro. Außer dem Wohnungsinhaber wurde
niemand verletzt.
Gegen 0.30 Uhr rükten die
meisten Feuerwehrleute ab, eine Brandwache blieb laut Polizei bis zum
Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages an Ort und Stelle. Wie bei
Bränden mit Gebäudeschaden üblich, sollen sich in den nächsten Tagen
Brandexperten der Kriminalpolizei ein Bild von den Auswirkungen des
Feuers machen. (pfa) |