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Dodenau. Brandschützer haben bei
Eiseskälte einen hilflosen Uhu aus dem Geäst eines umgestürzten
Baums in der Eder gerettet.
Nach zunächst vergeblichen Bemühungen
der Feuerwehr Dodenau rückten hinzu gerufene Frankenberger
Feuerwehrleute in der Dunkelheit mit einem Boot an und retteten
den Nachtgreif - der Uhu ist die größte Eule Europas. Jetzt wird
der völlig geschwächte Uhu in der Wildvogelstation von Ernst
Peter Rade (Foto) in Hatzfeld-Lindenhof wieder aufgepäppelt.
"Die Nacht hätte der Uhu nicht überlebt", sagte Rade einem
Bericht der HNA zufolge.
Spaziergänger hatten nach Auskunft des
Naturschutzbundes (NABU) bereits einige Tage die hilflose
Großeule an der Eder beobachtet. Ein Hund soll den Uhu auf den
in der Eder liegenden Baum gescheucht haben. Vergeblich hatten
Heinz Günther Schneider, Vorsitzender der NABU-Ortgruppe
Battenberg, und Falkner Ernst-Peter Rade versucht, den Uhu zu
retten. Helfen konnte erst die Feuerwehr. Der Einsatz am Abend
des 2. Januar dauerte etwa zwei Stunden.
Ernst Peter Rade vermutet, dass der Uhu
aus Nahrungsmangel versucht hat, eine Bisamratte in der Eder
oder an deren Ufer zu erbeuten und dabei mit den Flügeln ins
eiskalte Wasser geriet. Gewöhnlich ernähren sich Uhus von Mäusen
oder Vögeln. Das durchnässte Gefieder des Uhus fror teilweise
zusammen. Damit war die Großeule völlig hilflos.
Den geretteten Uhu will Ernst Peter Rade
bereits in den nächsten Tagen wieder in Freiheit entlassen.
(Quelle: HNA, Foto: Heinz-Günther Schneider)
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