DLK wird benötigt

Datum: 2. April 2017 
Alarmzeit: 12:30 Uhr 
Art: Technische Hilfeleistung 
Einsatzort: Battenberg, Im Birkenried 
Fahrzeuge: DLK 23/12 
Weitere Kräfte: Feuerwehr Battenberg, Feuerwehr Berghofen, Feuerwehr Laisa, Höhenrettung Waldeck-Frankenberg, Polizei, Rettungsdienst 


Einsatzbericht:

Die Feuerwehr Frankenberg rückte am Sonntagmittag mit dem Hubrettungsfahrzeug nach Battenberg aus.

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Die Einsatzkräfte am Bereitstellungsraum „Viessmann Gästehaus“; Bild: Feuerwehr Frankenberg (Eder).

Von 112-magazin.de 

Großalarm am Sonntagmittag in Battenberg: Ein Gleitschirmflieger hatte an Höhe verloren – und war in einer rund 20 Meter hohen Fichte in unwegsamem Gelände hängengeblieben. Feuerwehr, Bergwacht, THW, Rettungsdienst, Notarzt und Polizei waren im Einsatz. Nach rund drei Stunden wurde der junge Mann unverletzt gerettet.

Gestartet war der 29 Jahre alte Flugschüler weit oberhalb von Battenberg und dann mit dem Schrim unterhalb des Grubenkopfes in Richtung Dodenau geglitten. Dabei hatte er sich gegen 12.30 Uhr aufgrund eines Flugfehlers im Wipfel einer Fichte verfangen. „Wir standen die ganze Zeit in Funkkontakt“, sagte Fluglehrer und stellvertretender Vorsitzender des Vereins DGC Battenberg, Sebatian Thurau, vor Ort gegenüber 112-magazin.de. Deshalb sei auch klar gewesen, dass der Flugschüler bei der Baumlandung wohl unverletzt geblieben sei.

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Die Einsatzkräfte am Bereitstellungraum „Schwimmbad Battenberg“; Bild: Feuerwehr Frankenberg (Eder).

Als man genau lokalisiert habe, in welchem Gebiet der Schüler sich befindet, habe man die Rettungskräfte alarmiert. In der Leitstelle Waldeck-Frankenberg im Korbacher Kreishaus wurde daraufhin Großalarm ausgelöst. Die Feuerwehren aus Battenberg, Berghofen und Laisa, die Drehleiter aus Frankenberg, Rettungswagen, Notarzt, die Höhenrettungsgruppen der Bergwachten aus Bad Wildungen und Willingen und des THW Korbach sowie die Frankenberger Polizei erhielten ihren Einsatzbefehl.

Inzwischen waren einige Mitglieder des DGC mit Quads eingetroffen, um den Rettern den rund zwei Kilometer weiten Weg in das unwegsame Gelände zu zeigen. Vor Ort wurde direkt klar, dass eine Rettung mit einer Drehleiter nicht möglich sein würde. Deshalb wurden die Frauen und Männer der Höherettungsgruppen zusammen mit der Battenberger Feuerwehr und dem Rettungsdienst in den Wald geleitet.

Bergwachteinsatzleiter André Schlömer erklärte das weitere Vorgehen: „Mein Kollege geht gesichert in den Baum, um den jungen Mann abzuseilen, ich selbst leite den Einsatz von Bergwachtseite.“ Ein mühsamer Weg für den Helfer, in die hohe Fichte zu klettern, denn jeden Ast muss der Mann zunächst einzeln abbrechen, um vor- beziehungsweise aufwärts zu kommen. Nach einiger Zeit ist der Retter am Flugschüler angekommen und kann den entkräfteten Mann dann in seinem Sitz abseilen, nachdem er den Schirm abmontiert hat.

Vorsorglich wurde der 29-Jährige am Boden vom Rettungsdienst untersucht – er hatte den Unfall wohl unbeschadet überstanden. Es komme öfter vor, dass es Baumlandungen gebe, dies sei ein sicheres Verfahren, erklärte Fluglehrer Thurau.