Feuerwehr übt die Eisrettung

Unter den neugierigen Blicken der Besucher des Ederberglandbades und den derzeitigen Temperaturen angepasst, übte die Feuerwehr Frankenberg auch dieses Jahr die Rettung von eingebrochenen Personen aus Gewässern.

IMG-20180224-WA0023

Hierfür fuhren die Mitglieder der Einsatzabteilung in das Frankenberger Freibad, um dort an den zugefrorenen Schwimmbecken zu üben. Das derzeit gut 10cm dicke Eis in den Becken musste dafür zuerst mit Äxten und Beilen aufgebrochen werden, so dass später ein „Opfer“ in das Wasser steigen konnte.

Bei dieser Übung verdeutlichte Wehrführer David Tschirner nochmals die Gefahren und die Gründsätze bei solchen Einsätzen. So sei u.a. die Eigensicherung mittels Leine immer zwingend notwendig und habe oberste Prioriät. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Retter nicht selbst gerettet werden müssen und effektiv helfen können. Weiterhin sei es sehr wichtig, dass das Eis möglichst nicht punktuell belastet wird und ruckartige schnelle Bewegungen möglichst vermieden werden, um ein großflächigeres Aufbrechen der Eisdecke zu verhindern.

„Opfer“ wie Retter trugen bei der Übung spezielle Eisrettungsanzüge. Diese Anzüge halten die Personen trocken und in Folge dessen auch warm. So wird einer Unterkühlung durch das kalte Wasser entgegengewirkt. Die Feuerwehr Frankenberg besitzt derzeit vier solcher Anzüge in verschiedenen Größen, welche bereits auf der Anfahrt zum Unfallort angelegt werden, um vor Ort schnellstmöglich zu handeln. „So komme es auf nahezu jede Sekunde, wenn es darum geht, eingebrochene Menschen zu retten“, betonte Tschirner nochmals deutlich.

Durch das Üben dieser Extremsituation kann eine Rettung koordiniert ablaufen und Handlungsabläufe und Gefahren sind für die Mitglieder der Feuerwehr Frankenberg so erneut gefestigt und präsent.

Einen Bericht zur Übung des vergangen Jahres sowie eine Auflistung der Gefahren beim Betreten von zugefrorenen Gewässern finden Sie ebenfalls auf unserer Homepage.